Warum Belarus eine Reise wert ist!

So mancher Leser wird sich hier beim Anblick dieser Seite die Frage gestellt haben, warum man denn gerade ausgerechnet nach Belarus reisen sollte? Die Antwort darauf könnte lauten: genau wegen dieser Frage!

Denn unser Bild von Belarus (soweit überhaupt vorhanden) ist zumeist nur von wenigen Schlagwörtern geprägt. Selbst wenn die erste Verwirrung um die richtige Landesbezeichnung geklärt scheint, so wird es im Falle Belarus nicht erst seit dem sog. Minsk II Abkommen schnell politisch. In vielen Medien, ja selbst in Reiseartikeln ist der Hinweis von der „letzten Diktatur Europas“ wie selbstverständlich Teil einer jeden Einleitung. Im Falle Belarus, dem weißen Fleck Europas, bedarf es zum Einstieg offenbar dieser griffigen Formel, welche zwar aufs politische System gemünzt ist, die aber ansonsten der Vielfalt des Landes und seiner Menschen nicht gerecht wird.

Die auf Bildern dann noch oftmals immer gleichen Motive mit real existierenden Sowjetsternen und der Hinweis auf den tatsächlich real existierenden KGB tun ihr übriges, um Klischees zu festigen und einen dazu verleiten sich nicht weiter mit dem Land beschäftigen zu müssen. Genau das wäre schade, denn eine Reise in dieses Land würde zuerst einmal zeigen, dass uns Vieles nicht fremd, sondern vertraut ist. Dieses Land hat neben seiner unbestreitbar russischen Prägung auch eine europäische Vergangenheit und war durch Zugehörigkeit zum Großfürstentum Litauen-Polen über Jahrhunderte fest in dessen Kultur verankert.

Belarus bietet nicht nur dank seiner weitestgehend unberührten Naturlandschaften, seiner Wälder und Seen gute Chancen für den Tourismus. Seine Städte, allen voran Minsk mit seiner trotz vergangener Zerstörungen spannenden Architekturlandschaft, oder Vitbesk, die Geburtstadt Marc Chagalls, aber auch das Weltkulturerbe Schloß Mir warten darauf entdeckt zu werden.

Ein Blick hinter den klischeegefärbten Vorhang würde dazu beitragen den wahren Charakter dieses Landes und seiner Menschen in allen Facetten zu zeigen, und vor dem braucht man sich nicht zu fürchten, im Gegenteil.