Blick über Minsk

Blick über die Swislatsch auf Teile der Altstadt und dem Palast der Republik.
Blick über die Swislatsch auf Teile der Altstadt und dem Palast der Republik.

Rundgang durch die Stadt

Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich gut zu Fuß erreichen und befinden sich nahe der Nazavisimosti Avenue und rund um den historischen Stadtkern mit seiner Altstadt. 


Starten wir unseren Rundgang am Platz der Unabhängigkeit und der St. Simon und St. Helena Kirche. Unterhalb des Platzes befindet sich übrigens ein neueres Shopping Center mit direktem Zugang zur Metro. Vom Platz geht es zu Fuß entlang der Nazavisimosti Avenue vorbei am Hotel Minsk und dem KGB Gebäude entlang. Obwohl mehrspurig befahren, bleibt Dank des großzügig dimensionieren Fußgängerbereiches zu beiden Seiten genügend Platz zum entspannten Flanieren. Wie bereits erwähnt, befinden sich hier die meisten der im „sozialistisch-klassizistisch“ Zuckerbäckerstil erbauten Gebäude. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich noch zu Anfang der Avenue das monumental anmutende Hauptpostgebäude aus dem Jahr 1953. Auf dieser Straßenseite befinden sich auch eine ganze Reihe von im Restaurantteil genannten gutbesuchten Restaurants, welche meist auch erste Anlaufstelle für ausländische Gäste sind. Bei der rechts parallel verlaufenden Karl-Marks-Straße hat sich mit seinen empfehlenswerten und nicht ganz so touristischen Cafes, Restaurants und urigen Kneipen eine interessante Alternative für jede Tageszeit entwickelt. Dort befindet sich auch in unmitelbarer Umgebung das Nationale Kunstmuseum. Weiter entlang der Nazavisimost Avenue geht es vorbei am 1951 eröffneten stadtbekannten GUM Kaufhaus (namensgleich mit dem Moskauer GUM) entlang des Platzes der Republik, um dann leicht abschüssig werdend zur linken am Yana Kupala- und zur rechten am Gorki Park entlangzulaufen. Letzterer wurde durch den Bau des neuen Hotels ein klein wenig zurechtgestutzt, ist aber wie sein Pendant zur anderen Seite hin eine gute Möglichkeit für einen kleinen Moment dem Lärm der stark befahrenen Nazavisimosti Avenue zu entfliehen. Nicht weit dahinter befindet sich dann der Siegesplatz, der Victory Square, welcher von einem Kreisverkehr umgeben ist und zu Fuß per unterirdischer Passage erreichbar ist.

Wer sich den Weg bis zum Obelisken am Siegesplatz sparen möchte, der kann am Platz der Republik auch direkt Richtung Altstadt laufen, wo sich mit dem wiederaufgebauten alten Minsker Rathaus, der orthodoxen Heilig-Geist-Kathedrale sowie der katholischen Kathedrale gleich drei bedeutende Gebäude in direkter Nähe zueinander befinden. Es erübrigt sich fast zu erwähnen, dass wie für eine Altsstadt typisch, hier eine ganze Reihe von Restaurants und Kneipen zu finden sind. Nahe der orthodoxen Kathedrale am Ende der Altstadt hat man einen schönen Weitblick über den zu einem See verbreiterten Fluss Swislatsch mit seiner Insel der Tränen, welcher mit einem Monument an die im Afghanistan-Krieg der Sowjetunion gefallenen weißrussischen Soldaten erinnert.

Dieser insgesamt etwa einstündige Rundgang erlaubt bereits einen guten Überblick über die Minsker Innenstadt.