Unabhängigkeitsplatz

Der Unabhängigkeitsplatz ist der größte und vielleicht wichtigste Platz der Stadt und kann mit einer ganzen Reihe von Sehenswürdigkeiten inklusive einer überlebensgroßen Lenin Statue aufwarten. Der Platz selbst diente noch bis Mitte der neunziger Jahre teilweise als Parkplatz und wurde in den darauffolgenden Jahren umgebaut - das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Eines der wenigen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg erhalten Gebäude ist das 1934 erbaute Haus der Regierung, welches hinter der Leninstatue zu finden ist. Weiter mittig findet sich dort die sog. "Rote Kirche", die St. Helena-und-St. Simons-Kirche. In der Mitte des Platzes befindet sich eine gläserne Kuppel, von der man nicht vermuten würde, dass sie ein unterirdisches Einkaufszentrum beherbergt. Am Rande der gegenüberliegenden Seite befinden sich, durchzogen vom Nezavisimosti  Prospekt, das Hauptgebäude der Staatlichen Universität von Minsk (BSU), sowie das städtische Gebäude des Minsker "Executive Committees" direkt nebenan. Das höchste Gebäude am Platz beherbergt die pädagogische Fakultät der Minsker Universität.


St. Simon und St. Helena Kirche

Die St. Simon und St. Helena Kirche ist nicht nur die größte katholische Kirche des Landes sondern auch eine der größten Kirchen der Stadt. Die 1910 erbaute Kirche wird gemeinhin als "Rote Kirche" bezeichnet. Die von polnischen Architekten geplante und der vom Belarussen Edward Voinilovich finanzierte Aufbau der Kirche wurde 1923 zum Teil geplündert und 1932 durch die sowjetische Administration geschlossen um es als staatliches Theater zu betreiben. Den Zweiten Weltkrieg überdauerte die Kirche weitestgehend unbeschädigt, wurde aber nach dem Krieg lediglich als Kino benutzt. 1990 schließlich wurde die Kirche wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt.

Vor der Kirche befindet sich eine eiserne Statue des Erzengel Michaels wie er einen Drachen aufspießt. Seit dem Jahr 2000 befindet sich nur wenige Meter entfernt eine Glocke aus Nagasaki als Mahnmal gegen die atomare Bedrohung.


Palast der Republik

Mit dem Bau des sowjetisch anmutenden am Oktyabrskaya Platz gelegenen Palast der Republik wurde bereits 1985 begonnen, doch aufgrund der politischen Umwälzungen in den Neunzigern wurde der Bau erst im Jahre 2001 vollendet. Seitdem dient er vornehmlich kulturellen Veranstaltungen. Seitlich davon befindet sich ein rechteckig angelegter Brunnen, der mit seinen Fontainen im Sommer ein beliebter Ort zum Abkühlen ist. Hinter dem Palast der Republik befindet sich die Altstadt, im Vordergrund verläuft der Nezavisimosti Prospekt.


Siegesplatz

Der Mitte der 50er Jahre eröffnete Siegesplatz mit dem markanten  38 Meter hohen Obelisken, welcher 1961 um eine ewige Flamme erweitert wurde, ist eine der markantesten Orte in Minsk. Der Platz ist den im Zweiten Weltkrieg gefallenen belarussischen Sowjetsoldaten und Partisanen gewidmet.  Aus diesem Grunde lassen sich auch die heute immer noch sichtbaren roten Sterne erklären, welche einen Bezug zur Roten Armee haben. Wer die Stadt am Nezavisimosti Prospekt von Ost nach West durchfährt, wird automatisch an diesem als Kreisverkehr gestalteten Platz vorbeikommen. Der Platz kann zu Fuß über eine unterirdische Passage erreicht werden und beinhaltet im Inneren einen Ort des Gedenkens.  

Der Ort ist an Nationalen Feiertagen regelmäßig Ort offizieller Zeremonien, wird aber auch oftmals von Brautpaaren bzw. Hochzeitsgesellschaften aufgesucht.


Das Minsker Opernhaus

Das Operngebäude des Bolschoi Opern- und Ballett-Theaters von Belarus befindet sich in einem Park unweit des Stadtzentrums.

Die durch den aus St. Petersburg stammenden belarussischen Architekten Josef Langbard konzipierte Oper wurde 1938 nach vierjähriger Bauzeit eröffnet, nachdem das Ensemble des 1933 gegründeten Nationalen Opern und Ballettheaters bis dahin in einem städtischen Theater ausgewichen war.

Im Zweiten Weltkrieg vor allem im Innenbereich beschädigt, wurde die Oper 1948 nach umfangreichen Restaurierungen wiedereröffnet. Die letzte umfangreiche Sanierung des Theaters fand 2009 statt. Dank ihres Ballet- und Opernensemble gehört dieses Haus zu den renomiertesten Opern weltweit. Wer sich zu den Opernfreunden zählt, der sollte einen Besuch dieser Oper nicht auslassen. Karten sind allerdings heiß begehrt, weshalb man sich bereits etliche Wochen im voraus um entsprechende Reservierungen bemühen sollte. Karten lassen sich beispielsweise über die bekannteste Ticketagentur  http://www.kvitki.by/en/ reservieren. Allgemeine Infos sowie den Spielplan finden sich unter der homepage der Oper: http://bolshoibelarus.by/en

 

Adresse: Minsk Opera, Parizhskaya Kommuna Square 1, Minsk

 


Janka Kupala Theater

Das 1890 eröfnete heutige Janka-Kupala-Theater wurde 1890 von den Architekten Architekten Karol Kozlowski und Konstantin Uvedensky entworfen und ist heute das bekannteste Theater in Minsk. 

1920 erhielt es den Status eines staatlichen Theaters und wurde 1944 zu Ehren des belarussischen Nationaldichters Dichters Janka Kupala umbenannt. Am 29. März 2013 wurde das Theater nach umfangreichen Restaurierungen und Rekonstruktionen an der Fassade wiedereröffnet.

Weitere Informationen inklusive Spielplan finden sich unter der Seite des Theaters, wo man auch Infos zum Ticketkauf finden kann : http://kupalauski.by/en/






Adresse: Janka Kupala Theater, Engels Street 7, Minsk 


Nationalbibiothek

Wer vom Flughafen in Stadt fährt, der kann die im Osten der Stadt gelegene National-bliothek nicht übersehen, ist sie doch der erste architektonische Blickfang beim Fahrt in Stadt. Während es eine Nationalbibliothek bereits seit 1922 gibt, wurde das aktuelle von den Architekten Mihail Vinogradov und Viktor Kramarenkoneue entworfene Gebäude im Juni 2006 eröffnet. Die Bibliothek beherbergt die nach Moskau und St. Petersburg größte Sammlung russischsprachiger Bücher. Das eigenwillig geformte und 72 Meter hohe Gebäude hält zudem im oberen Bereich eine Aussichtsplattform sowie ein Restaurant bzw. Cafe bereit. Aufgrund seiner am Rande der Innenstadt befindlichen Lage kann man zwar nicht die Innenstadt betrachten, aber sehenswert ist die Aussicht (bei schönem Wetter) dennoch.

http://www.nlb.by/portal/page/portal/index?lang=en

 

 

 

Adresse: Nationalbibliothek Minsk, Nezalezhnasti Avenue, 116, Minsk